1. Ziele
Achtsame Kommunikation dient folgenden Zielen:
- Üben dieser Art der Kommunikation innerhalb der fib
- Öffnen des Raumes für Kreativität und das was sich zeigen/inkarnieren will (bzw. muss oder darf).
- Vertrauen erhöhen, das was da ist zuzulassen.
Dieser Text dient als Richtlinie und Ausrichtung, als gemeinsame Basis-Vereinbarung und auch der Integration neuer fib-Teilnehmer.
2. Vereinbarung
Jeder übernimmt die Eigenverantwortung für achtsame Kommunikation im Gruppenprozess. Der Einzelne hat jederzeit die Möglichkeit sich zu wünschen (und damit an die Vereinbarung zau erinnern), dass wir achtsam miteinander kommunizieren. Etwa durch
- Schlagen einer Klangschale
- Äußern des Bedürfnisses und Wunsches nach achtsamer Kommunikation (am besten bereits in einem achtsamen Format, z.B. nach GfK, siehe unten)
Achtsame Kommunikation setzt keine bestimmte Methode voraus. Da aber Methoden sehr hilfreich sein können, wollen aber die Methoden Gewaltfreie Kommunikation (GfK) nach Rosenberg und Dialogform in der Zukunft näher betrachten.
3. Kommunikationsmethoden
3.1 Dialog
- „Der sekundäre Auftrag, über den Gruppenprozess (das "Wie") zu sprechen, findet in der Dialog-Form statt. Dialog-Form heißt: nur wer einen vereinbarten Gegenstand in der Hand hat, spricht - die anderen hören zu."
- „Mein Bild vom "Dialog" ist: Das "Redesymbol" liegt zwischen uns und dann erkenne ich, er liegt im Zentrum unseres Gruppenraumes. Er richtet meine Aufmerksamkeit aus, er verbindet mich mit Euch. Wer reden will, betritt unseren Raum und nimmt mit dem "Redesymbol" meine Aufmerksamkeit zu sich. Ich öffne mich seinen Worten, die er in die Mitte entlässt. Dort kann ich sie in aller Ruhe betrachten und ausklingen lassen. Ich kann davon zu mir nehmen oder auch nicht!"
- „Persönlich bin ich der Meinung, dass wir Wege finden sollten, in der Praxis ohne den Redestab auszukommen. Ich finde diese Technik gut und hilfreich, aber im Business-Kontext nur selten einsetzbar. Eine Übung könnte sein, den Redestab virtuell (gedanklich) zu nehmen, wenn man sprechen möchte und gedanklich einem aktuell Sprechenden zuzuordnen. Vielleicht könnte ein Symbol in der Mitte an die Achtsamkeit erinnern."
Einen schönen Artikel zum Verständnis der Kommunikationsform Dialog findet Ihr hier: http://dialogprojekt.de/ArtikelAdmin/File/Lernende_Org.pdf
3.2 Gewaltfreie Kommunikation (GfK) nach Rosenberg
Die 4 Schritte der GfK in Kürze:
- Beobachtung
- Gefühle
- Bitte
- Handlung
Etwas ausführlicher bei
http://www.gewaltfrei-stuttgart.de/01fff595dd077d901/01fff596d30a6e807.htm.
Ein guter Tipp ist auch das Buch „Gewaltfreie Kommunikation" von Marshall Rosenberg.
Dem Thema GfK wollen wir einen ganzen Tag widmen. Nikolai schickt dazu die Einladung.
4. Inhalte der Kommunikation sind konkrete Themen
- "Die fib-Gruppe hat als primäres Anliegen, sich mit konkreten Themen zu beschäftigen. Diese können von einzelnen oder mehreren vorbereitet werden."
- „Während der Sitzungen sollten konkrete, mehrheitlich beschlossene Themen besprochen werden. Jeder bekommt zu Beginn die Möglichkeit, zu entscheiden, ob er ein gegebenes Thema mit bearbeiten möchte."
5. Reflektionen zum Gruppenprozess
- Unterschwellige Störungen blockieren den Prozess. Die Benennung und Auflösung/ Integration sind eine Gelegenheit die Theorie anzuwenden. Dazu die Reihenfolge
Top1 Letztes Mal - was nachhängt.
Top2 Persönliche Störung.
Top3 Aktuelle Themen
6. Reflektionen zu achtsamer Kommunikation
- „Die achtsame Kommunikation ist das WIE? in der Gruppe". Die innere Haltung der Achtsamkeit und Präsenz kreiert den Raum. Dieser Raum ermöglicht, innerlich einen Schritt zurückzutreten und eigene und fremde Reaktionen zu beobachten und daraus zu lernen."
- „Die Besprechungen dienen implizit (nicht zum Selbstzweck) der eigenen Schulung des achtsamen, zielorientierten Kommunizierens."
- „Achtsames Kommunizieren! Für einen Übergang in das Integrale "gelbe" Mem ist die "stille" Innere Reflektion und die Achtsamkeit in der Kommunikation unumgänglich. Die Gruppe dient hierbei als "Spiegel" füreinander und untereinander. Kurze prägnante Spiegelungen, anstatt langer endloser Diskussionen. - Bin ich während eines Gesprächs, eines Vortrags oder einer Äußerung mit mir selbst verbunden? (Innere Stille Reflektion) - Habe ich Kontakt zu meinen Gefühlen und Bedürfnissen? (Innere Stille Reflektion) - Bin ich mir meiner Werte und Gedanken bewusst? (Innere Stille Reflektion)"
6.1 Beiträge
- „Der Fokus der Beiträge liegt in der Benennung eigener Positionen und Sichtweisen. Forderungen, Bewertungen und Einschätzungen der anderen durch den Redner treten dabei in den Hintergrund."
6.2 Emotionen
- „Emotionen sind eingeladen. Sie spenden Informationen und Energie. In dem Raum der Achtsamkeit werden sie gehört und wertgeschätzt, aber sie dominieren nicht den Gesprächsfluss."
- „Emotionen dürfen sein! ...sollten aber immer auch ein Alarmsignal für beobachtende Notwendigkeiten sein. - Was löst die Emotion eines Anderen bei mir aus? (Innere Stille Reflektion) - Was war der Grund meiner emotionalen Reaktion? (Innere Stille Reflektion)
- „Emotionen sind willkommen. Sie sind authentischer Ausdruck der eigenen Position und können kostbare Beiträge zur Diskussion beisteuern. Ihnen sollte von der Gruppe ein angemessener Raum gegeben werden, ohne das Ziel der Diskussion aus den Augen zu verlieren (Aspekt der Zielorientiertheit)."
6.3 Bewertungen
- „Bewertungen/Beurteilungen dürfen sein! ...sollten aber immer auch achtsame Bebachtungen auslösen. - Was war der Auslöser für die Identifikation hinter der Beurteilung? (Innere Stille Reflektion) - Was möchte hinter der Beurteilung gesehen werden? (Innere Stille Reflektion)"
7. Selbst- und Gruppen-Verantwortung
- „...um einen Raum für höhere Sensibilitäten zu halten, bedarf es neben der Selbst- auch einer Gruppenverantwortung - Dominiere ich die Gruppe mit einem Thema oder einen Anteil in mir, der vor der klaren Benennung in der Gruppe weiterer innerer Reflektionen bedarf? (Innere Stille Reflektion) - Wie ist die Gruppen-Energie während einer Diskussion?, Sollte das Thema vielleicht nach Außen oder auf einen späteren Termin verlagert werden? (Innere Stille Reflektion) - Gehe ich in die beobachtende Rolle bei der Äußerung eines Anderen? (Innere Stille Reflektion)"
- „Fehler" sind erlaubt und eine Möglichkeit zu lernen."
- „Ich bin frei und bleibe frei in der Gruppe."
8. Humor, Leichtigkeit, Vertrauen und Spontanität
- „Was da ist ... zulassen."
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